Die Anzahl der Firmenpleiten hat im vergangenen Jahr zugenommen: 2012 gingen in der Schweiz 6'831 Unternehmen in den Konkurs, was einer Zunahme von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wie der Wirtschaftsinformationsdienst Dun & Bradstreet (D&B) bekannt gab, mussten davon 4'467 Firmen Insolvenz anmelden, vier Prozent mehr als 2011. Besonders stark insolvenzgefährdet waren das Gastgewerbe, das Baugewerbe und das Handwerk, wie es weiter hiess. Die restlichen 2'364 Unternehmen (neun Prozent) gingen in Konkurs wegen Organisationsmängel gemäss OR Artikel 731b, ohne dass eine Zahlungsunfähigkeit vorliegt.

Genferseeregion mit mehr Insolvenzen

Regional gab es grosse Unterschiede: Von den Insolvenzen besonders stark betroffen war die Genferseeregion, wo die Anzahl zahlungsunfähiger Unternehmen binnen Jahresfrist um 21 Prozent stieg. Moderat erhöhte sich die Anzahl der Insolvenzen in der Zentralschweiz (ein Prozent) und Zürich (zwei Prozent) sowie in der Region Ostschweiz (zwei Prozent). Im Espace Mittelland und in der Nordwestschweiz sank die Zahl der zahlungsunfähigen Firmen hingegen um ein Prozent und im Tessin gar um 10 Prozent zum Vorjahr.

Neugründung nehmen etwas ab

Die Anzahl der Firmenneugründungen ging 2012 indes zurück: So wurden in der Schweiz 39'352 Firmen neu gegründet und damit ein Prozent weniger als 2011. Gemäss D&B nahm in zwölf Kantonen die Zahl der Neueintragungen von Firmen ins Handelsregister zu, in 14 Kantonen gab es weniger neue Firmen als im Vorjahr.

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Regional verzeichnete die Genferseeregion eine Abnahme der Neugründungen um vier Prozent auf 8'332, das Espace Mittelland um ein Prozent auf 6'297, Zürich um vier Prozent auf 6'673 und die Ostschweiz um zwei Prozent auf 5'039. Deutlich mehr Firmen wurden im Tessin eingetragen mit einem Plus von 19 Prozent auf 2'797. Ferner vermeldeten die Nordwestschweiz und die Zentralschweiz eine Zunahme von je ein Prozent auf 4'341 bzw. 5'873.

(tke/rcv/sda)