Die Verdunkelung am weltweiten Konjunkturhimmel geht an den Herstellern von Flurfördergeräten nicht spurlos vorbei. «Seit Mitte vergangenen Jahres ist ein Absturz des Flurfördergerätemarktes feststellbar, wie wir ihn bisher noch nie erlebt haben», stellt Helmut Limberg, Vertriebsvorstand der Jungheinrich AG, Hamburg fest. Weltweit wurden im Jahr 2008 rund 872000 Flurfördergeräte verkauft, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 8% entspricht. Vom Negativtrend waren alle drei wichtigen Märkte - Nordamerika, Europa und Asien - betroffen.

Asien mit kleinem Plus

In Europa reduzierten sich die Verkäufe letztes Jahr um 9% auf 375000 Fahrzeuge; in Asien ist ein Rückgang von 3% auf 259000 Einheiten zu verzeichnen, und Nordamerika weist ein Minus von 17% auf 159000 Geräte aus. Teilt man die Verkäufe in die Segmente Lagertechnik, elektrisch angetriebene Flurfördergeräte und solche mit Verbrennungsmotor auf, so ergibt sich folgendes Bild: Die Verkäufe von Lagertechnikgeräten reduzierten sich weltweit um 6,3% (Nordamerika -11,5%, Asien -3,6%, Europa -6,5%). Bei den elektrisch angetriebenen Flurfördergeräten verminderte sich der Absatz 2008 weltweit um 7,6% (Nordamerika -14,7%, Asien +6,6%, Europa -12,4%). Bei den Geräten mit Verbrennungsmotor betragen die Absatzrückgänge weltweit 10,4% (Nordamerika -22,6%, Asien -4,5% Europa -10,5%).

Jungheinrich festigt Rang 3

An der Spitze der Rangliste der vier führenden Anbieter hat sich 2008 nichts verändert. Die Toyota Industrial Corporation mit den Marken Toyota, BT und Cesab ist mit einem Umsatz von 4,751 Mrd Euro (Zahlen für 2007) der weltweit führende Hersteller, gefolgt von der Kion-Gruppe (ehemals Linde Fördertechnik) mit den Marken Still, Linde, OM und einem Umsatz von 4,312 Mrd Euro. Auf Platz 3 folgt der Jungheinrich-Konzern mit einem Umsatzvolumen von 2,001 Mrd Euro. Vierter im Bunde ist die Nacco-Gruppe (mit den Marken Hyster, Yale und Nissan), welche 1,984 Mrd Euro umsetzte.

Anzeige