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Flawa streicht rund 100 Stellen

Teile der Produktion werden nach Polen verlagert. (Screenshot: www.flawa.ch)

Das Industrie- und Handelsunternehmen Flawa im St. Gallischen Flawil verlagert die Herstellung von Watteprodukten nach Polen. Dadurch werden schrittweise bis zu zwei Drittel der Arbeitsplätze in der S

Veröffentlicht am 24.01.2013

Der globale Wettbewerbs- und Preisdruck habe sich in den letzten Jahren massiv verschärft, heisst es im Communiqué. Flawa exportiert laut Mitteilung rund zwei Drittel ihrer Pflege- und Hygieneprodukte ins Ausland. Der starke Schweizer Franken erschwere den Export immer stärker. Zudem drängten neue Konkurrenten in den Markt.

Damit Flawa wesentliche Teile des Unternehmens in Flawil erhalten könne, seien einschneidende Veränderungen notwendig. Die Herstellung von Frische-Sohlen und Medizin-Produkten soll in Flawil bleiben. Auch die Führung des Unternehmens bleibe in der St. Galler Gemeinde angesiedelt, die der Firma ihren Namen gibt.

Die Herstellung von Watteprodukten und Stilleinlagen wird nach Polen verlagert. Im Landkreis Boleslawiecki will Flawa mit der deutschen Firma Nölken ein neues Produktionsunternehmen aufbauen.

Die Zahl der Entlassungen will das 1900 in Bern gegründete und seit 1914 in Flawil ansässige Unternehmen so tief wie möglich halten, wie Geschäftsführer Niklaus Knüsel im Communiqué zititiert wird. Betroffene Mitarbeiter würden bestmöglich unterstützt. Das Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden laufe bereits.

Flawa beschäftigt im Moment in Flawil rund 150 Mitarbeitende und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 40 Millionen Franken. Zwei Drittel der Arbeitsplätze sollen nun nach Polen verlagert werden.

(tke/sda)

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