Die Förderung des Unternehmertums, der Eigeninitiative und der KMU – diese Vision verfolgen die beiden Gründer des Swiss Economic Forum (SEF) noch heute mit Hochdruck. Was Stefan Linder und Peter Stähli vor zehn Jahren ins Leben gerufen haben, ist heute fester Bestandteil des hiesigen Wirtschaftslebens. Das SEF ist eine der wichtigsten Networking- und Informationsplattformen der Schweiz, auf der dieses Jahr zwei Bundesräte auftraten: Doris Leuthard und Pascal Couchepin. Sinnbild für die Erneuerungskraft der hiesigen Wirtschaft ist der Swiss Economic Award, dessen Jury von Carolina Müller-Möhl präsidiert wird. Die diesjährigen Sieger heissen Gilles Bos, CEO des Biotech-Unternehmens Anteis, Sven Götti, Gründer der Brillenlabels G.P.N. GmbH, und Marcel Dobler, Chef des Unterhaltungselektronik- und IT-Online-Verkaufsshops Digitec.

Was Höchstleistung, so das Thema des diesjährigen SEF, alles bedeutet, loteten die Keynote-Referenten während zweier Tage in Thun aus. Victor Vekselberg erläuterte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in der Schweiz, wie er es als einfacher Mann zum milliardenschweren Unternehmer und Investor geschafft hat. Mathias Döpfner, Konzernchef der Axel-Springer-Gruppe, appellierte an den Mut der Unternehmer – sie sollten den technologischen Wandel und den Fortschritt als Chance für ihr Business «umarmen». Novartis-CEO Daniel Vasella sprach über die Verantwortung der Pharmaindustrie für die Weltgesundheit, und Monika Ribar, Chefin des Logistikkonzerns Panalpina, ging auf die sich verändernden geopolitischen Rahmenbedingungen und deren Konsequenzen für die Warenflüsse ein. Weltmännisches Flair verströmte der ehemalige New Yorker Bürgermeister und US-Präsidentschaftskandidat Rudy Giuliani.

Richtig konkret und anschaulich wurde es mit den sogenannten KMU-Highflyern. Peter Pauli, CEO von Meyer Burger, und Marcel Jüstrich, Chef von Just, gaben die Erfolgsgeschichten ihrer Firmen zum Besten. Was es braucht? Fleiss, Schweiss, die richtigen Leute – und eine gehörige Portion Glück.