Für das konkursite Flimser Fünf-Sterne-Hotel «Waldhaus» liegt ein Angebot in der Höhe von 40 Millionen Franken vor. Damit sollte nach Angaben des Konkursamtes ein Grossteil der Gläubigerforderungen gedeckt werden können. Die Summe kann noch bis Anfang Dezember überboten werden.

Fest steht, dass Forderungen der ersten und zweiten Klasse vollumfänglich aus den vorhandenen flüssigen Mitteln gedeckt werden können, wie das Konkursamt Imboden am Mittwoch mitteilte. Die Gläubiger dritter Klasse können damit rechnen, 80 bis 100 Prozent ihres Geldes zurückzubekommen.

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Identität bleibt geheim

Die Grundpfandforderungen belaufen sich auf 28,3 Millionen Franken, die nicht pfandgesicherten Forderungen auf 13,3 Millionen, was unter dem Strich den Gesamtbetrag von 41,6 Millionen Franken ergibt. Der aktuelle Verkehrswert des Hotels wurde vom Kanton auf 69,2 Millionen Franken geschätzt.

Über die Identität des Bieters machte das Konkursamt keine Angaben. Bis zum Ablauf der Frist für weitere Angebote sei mit dem Investor Stillschweigen vereinbart worden, hiess es.

Austragungsort der Auswärtssession

Das Flimser Hotel-Flaggschiff hatte Anfang April dieses Jahres die Bilanz deponiert. Seither führt den Betrieb eine Auffanggesellschaft, die das Hotel vom Konkursamt mietete.

Das einzige Fünf-Sterne-Haus in Flims verfügt mit 200'000 Quadratmetern über einen der grössten Hotelparks der Schweiz. Die Vorzüge der Anlage hatten auch die Bundesbehörden entdeckt. Im Herbst 2006 war das Flimser Waldhaus Austragungsort der dritten Auswärtssession der eidgenössischen Räte.

Die Bekanntgabe des Konkurses Anfang April hatte über Flims hinaus hohe Wellen geworfen. Der Flimser Gemeindevorstand meldete sich zu Wort und teilte mit, er sei in Sorge um den ganzen Tourismusort. Der Vorstand kategorisierte das Waldhaus sogar als systemrelevant für die Destination.

(sda/mbü/ama)