Genua: Morgens mit dem Auto zur Arbeit zu fahren ist fast unmöglich geworden. Die Verkehrssituation lässt es nicht zu, pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen. Parkplätze sind knapp und teuer. Da schauen sich die cleveren Italiener nach einem alternativen Verkehrsmittel um und haben den Roller wiederentdeckt.

Die Strassen wimmeln nur so von Scootern. Überholen links und rechts. Vor den Fahrzeugen Stellung beziehen – und bei Grün preschen die Roller weit vor den schwerfälligen Autos über den Asphalt der ligurischen Hauptstadt. Erstaunlicherweise haben sich die Automobilisten dieser Situation angepasst, und sogar die Polizei weicht den Rollern aus und gewährt Vortritt, wo eigentlich gar keiner wäre.

Bunt treiben es die Anbieter der Scooter auch in der Schweiz. Roller haben hierzulande einen Marktanteil von gut 50% erreicht und liegen nach wie vor im Trend. Die Piaggio-Gruppe hält die Marktleaderstellung tapfer. Die Gründe liegen auf der Hand: Tradition, Innovation und Exklusivität. Wird sich das städtische Bild unserer Metropolen dem südlichen Nachbarn anpassen? Benvenuto in Svizzera!

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