Der deutsche Fernbus-Riese Flixbus plant eine Erweiterung seiner Schweizer Strecken. Das Unternehmen betreibt aktuell 26 Linien durch die Schweiz. «Mehr neue Angebote erwarte ich in Richtung Österreich und Osteuropa», sagt Flixbus-Chef André Schwämmlein im Gespräch mit der «Handelszeitung».

Erstmals nennt der Flixbus-Chef Passagierzahlen für die Schweiz: «Wir werden dieses Jahr über eine Million Passagiere in die Schweiz und aus der Schweiz befördern.» Gemäss Schwämmlein «wächst der Markt Schweiz mit 50 Prozent gegenüber Vorjahr.» Insgesamt werde die Firma dieses Jahr um 30 Millionen Fahrgäste befördern.

«Von Sao Paulo über Stuttgart bis Singapur»

Das Unternehmen, das 2015 aus der Fusion der Berliner Meinfernbus und der Münchner Flixbus hervorging, will sich nicht nur auf Europa beschränken. Schwämmlein glaubt, dass Flixbus überall auf der Welt erfolgreich sein könne: «Aktuell erstreckt sich unser Netz von Bordeaux bis Bukarest. Ich kann mir vorstellen, dass es in zehn Jahren von Sao Paulo über Stuttgart bis nach Singapur reicht.»

Dieses Jahr will die Firma in den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz die Gewinnzone erreichen. Dazu will Flixbus mehr Neukunden finden für das bestehende Netz und die Fahrpläne besser auf die tatsächliche Nachfrage ausrichten. Ohne dass dabei die Preise erhöht würden, so Schwämmlein: «Wir werden nicht teurer, unsere Preise bleiben tief.»

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