Der Präsident der Fluggesellschaft Emirates, Tim Clark, warnt den Flughafen Zürich, steigende Kosten nur an Fluggesellschaften abzuwälzen. «Ich will den Flughafenbetreiber in Zürich nicht schlechtreden», sagt Clark im Interview mit der «Handelszeitung», «allerdings kann es nicht sein, steigende Kosten lediglich an Fluggesellschaften weiterzureichen.»

Der Flughafen Zürich solle sich mehr auf seine Immobilien konzentrieren. Seiner Überzeugung nach sollte für Flughäfen das Shopping Priorität vor dem Fluggeschäft haben. Die Flughäfen müssten sich generell überlegen, wie sie ein besseres Angebot bieten können.

Grosse Nachfrage

Das Schweizer Geschäft im Allgemeinen sei für Emirates weiterhin besonders ertragsstark. «Der Ertrag je Sitzplatz pro Kilometer ist einer der höchsten in unserem Flugnetz», so Clark. Auch die Auslastung sei aussergewöhnlich hoch. Ein nicht zu unterschätzendes Kundensegment seien dabei Menschen aus dem Nahen Osten, die sich in Schweizer Kliniken behandeln lassen. In anderen Märkten käme es saisonbedingt immer wieder zu starken Schwankungen. «In der Schweiz rechnen wir in den nächsten fünf Jahren aber mit einer grossen Nachfrage.»

Zudem fliege Emirates ab Anfang 2014 auch mit einer A380 nach Zürich. «Wir hätten auch schon im vergangenen Jahr eine A380 in Zürich eingesetzt», sagt der 64-jährige Clark dazu, «doch einige dieser Maschinen haben Haarrisse in den Flügeln und müssen repariert werden.» Mit einer A380 auch Genf anzufliegen, sei vorerst nicht geplant. Dafür fehlten noch die nötigen Maschinen.

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