Die Flughafen Zürich AG hat ihren Gewinn in den ersten sechs Monaten deutlich gesteigert: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum lag er mit 73,5 Millionen Franken um 47,9 Prozent höher. Der Umsatz kletterte um 7,4 Prozent auf 438,3 Millionen und der Betriebsgewinn vor Steuern (Ebitda) um 7,4 Prozent auf 225,6 Millionen Franken.

Mit diesen Halbjahresresultaten hat der Flughafen Zürich die Vorgaben der Analysten klar übertroffen. Im Durchschnitt hatten Analysten mit einem Reingewinn von 64,6 Millionen, einem Umsatz von 432,4 Millionen und einem Ebitda von 213,1 Millionen gerechnet.

Von Januar bis Juni nutzten 11,5 Millionen Passagiere den Flughafen Zürich. Das sind neun Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die hohe Zuwachsrate sei unter anderem auf den Vulkanausbruch auf Island im vergangenen Jahr zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung.

Der Flugbetrieb war damals wegen der Aschewolke mehrere Tage blockiert. Der Ausfall von rund 3000 Flügen führte damals zu einer Reduktion der Passagierzahlen und einem Ertragsausfall von rund sieben Millionen Franken.

Prognose angehoben

Die Prognosen für das Gesamtjahr hob die Flughafenbetreiberin an. Neu wird mit einem Gewinnwachstum von 15 bis 20 Prozent gerechnet. Bisher lag die Prognose bei 10 bis 15 Prozent. Die Zunahme der Passagierzahlen dürften bei 5 bis 6 Prozent liegen, nachdem im März für das Gesamtjahr noch mit einem Anstieg von 4 bis 5 Prozent gerechnet worden war.

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Ein politisch wichtiges Datum sei der 27. November, wenn die Stimmbürger des Kantons Zürich über die Behördeninitiative II und den Gegenvorschlag dazu abstimmen werden. Beide Vorlagen wollen einen Aus- oder Neubau von Pisten verbieten. Ein Ja in der Abstimmung würde den Wirtschaftsmotor Flughafen Zürich drosseln und ein lärmgünstigeres Flugregime verhindern, schreibt das Unternehmen.

(tno/rcv/sda/awp)