Der Flughafen Zürich darf eine offizielle Offerte für eine Beteiligung an der portugiesischen Flughafen-Betreiberin ANA einreichen. Die Flughafen Zürich AG hat sich im Privatisierungsprozess der ANA für die definitive Angebotsrunde im Dezember qualifiziert.

Wie Portugals Landesregierung mitteilte, sind neben dem Zürcher Flughafen vier weitere Bewerber im Rennen: der französische Baukonzern Vinci, ein Konsortium der deutschen Flughafenbetreiberin Fraport und dem australischen Fonds IFM sowie zwei portugiesische Konsortien um die Baugruppe Mota-Angil respektive um den Sonae-Konzern. Ursprünglich hatten sich acht Unternehmen für eine Beteiligung an ANA beworben.

Laut Portugals Staatssekretärin für Finanzen, Maria Luis Albuquerque, hätten sich einige Angebote auf das 12- bis 13-fache des jährlichen ANA-Betriebsergebnisses (Ebitda) belaufen. Dies entspräche einer Offerte über rund 2,5 Milliarden Euro.

Die ANA betreibt zehn Flughäfen, unter anderem in Lissabon und Porto, aber auch kleinere auf Madeira oder den Azoren. Die Privatisierung von Staatsbetrieben war eine Auflage der internationalen Geldgeber für das hochverschuldete Euro-Land.

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ANA erzielte 2011 mit rund 2800 Angestellten einen Umsatz von 432 Millionen Euro und einen Gewinn von 76,5 Millionen. Die Flughafen Zürich AG erwirtschaftete derweil einen Umsatz von 905,4 Millionen Franken und einen Gewinn von 170,9 Millionen. Sie ist bereits an neun Flughäfen in Lateinamerika und im indischen Bangalore beteiligt.

(tke/muv/awp)