Der neue Flughafen-CEO Stephan Widrig sieht aktuell eine starke Entwicklung bei den Passagierzahlen in Zürich-Kloten: «Nach dem bisherigen Verkehrsverlauf gehen wir davon aus, dass die Zahl eher beim oberen Ende unserer Guidance von ein bis zwei Prozent liegt.»

Als hauptsächliche Mitbewerber im Flugverkehr sieht Widrig im Interview mit der «Handelszeitung» mittelgrosse Drehkreuze in Europa, wie  München, Brüssel, Kopenhagen.

Keine leeren Läden

Man spüre aber auch Konkurrenz aus aufstrebenden Ländern: «Für gewisse Märkte wie etwa Indien oder Afrika  saugen die Airports im Mittleren Osten und in Istanbul tatsächlich Verkehr ab.» 

Während der Detailhandel an vielen Orten in der Schweiz darbt, gelte das nicht für den Flughafen Zürich. Die Leerstandsquote bei den Airport-Läden beziffert Widrig auf «null Prozent.» 

Circle auf Kurs

Das Grossprojekt «The Circle» sieht Widrig gut unterwegs: «Wir sind bezüglich Kosten und Terminen auf Kurs. "The Circle" wird zum internationalsten Ort von Zürich werden, ein Top-Standort. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir bis zur Eröffnung Vollvermietung haben werden dort.»

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Neben den Bereichen für Büros, Hotels, Medizin und Kongressen bietet «The Circle» Flächen, die dem stationlären Detailhandel Antworten auf die zunehmende Online-Konkurrenz geben sollen.

Drei Markenhersteller an Bord

So genannte «Brand Houses», in denen Marken erlebbar werden. 25 dieser Brand-Houses kommen insgesamt auf den Markt  Derzeit sind allerdings erst drei Mieter gefunden; 22 sind noch frei.

Aufgrund der kurzfristigeren Planung von Kosumgütermarken sei das nicht ungewöhnlich. In den nächsten zwölf Monaten will Widrig für die Brand-Houses «weitere Mieter an uns binden.»

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