Bereits seit 1916 investiert die schwedische Wallenberg Familie über ihre Investor AB in Unternehmen. Der Familien-Konzern ist bei Gripen-Hersteller Saab mit 47 Prozent der Stimmrechte der grösste Aktionär. Weiter sind die Wallenbergs unter anderen an ABB, Ericsson, Electrolux und Husqvarna beteiligt.

Am 18. Mai steht für die schwedischen Industriellen eine Premiere bevor. Zum ersten Mal wird das Volk eines Landes über den Kauf von Saab-Gripen-Jets entscheiden. «Das Referendum ist sicher aussergewöhlich. Normalerweise sind Fragen der Flugzeugbeschaffung Sache der Regierung. In der Schweiz redet das Volk mit», gibt sich Jacob Wallenberg, Verwaltungsratspräsident der Investor AB, im Interview mit der «Handelszeitung» diplomatisch. Nervosität gibt der eher medienscheue Unternehmer nicht zu. «Aber ich werde ein interessierter Beobachter sein. Für Saab, dessen grössten Aktionär ich vertrete, ist das ein wichtiger Entscheid.»

Ja zu Kompensationsgeschäften

Jacob Wallenberg will sich bei einem Ja zum Gripen-Kauf für Aufträge an die Schweizer Industrie einsetzen. «Saab will signifikante Verträge mit Firmen in der Romandie, im Tessin und in der Deutschschweiz aushandeln», sagt Wallenberg – und bestätigt damit nochmals die bereits vertraglich ausgehandelten Kompensationsgeschäfte mit der Schweizer Industrie. Und weiter meint der schwedische Grossindustrielle: «Wir sind an einem langlebigen, funktionierenden Setup interessiert.»

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