Die Beteiligungsgesellschaft New Value entwickelt sich mehr und mehr zum Solarspezialisten. Schon heute ist die Firma mit einem Portfolioanteil von knapp 45% im Bereich der erneuerbaren Energien investiert. Durch den Kauf der deutschen Somont durch die Beteiligungsgesellschaft 3S Swiss Solar System, an der New Value 26% der Aktien hält, wird sich der Wert zukünftig nochmals erhöhen. «Dieses Ungleichgewicht ist vor allem auf den Erfolg von 3S zurückzuführen», erklärt VR-Präsident Rolf Wägli. Eine Fokussierung auf die Solarsparte sei nicht vorgesehen, denn man sehe auch in der Medizinaltechnik, der IT und den neuen Materialien weiteres Wachstumspotenzial.

Zusammenschluss nicht geplant

Neben 3S, die nach der Übernahme von Somont in 3S Industries umbenannt werden soll, ist New Value auch in die Niederurner Solar Industries AG investiert, welche die Herstellung von Solarpanels unter einem Dach anbieten will. Das Unternehmen, welches 2007 noch kurz vor dem Aus stand, ist inzwischen eine strategische Partnerschaft mit der Mailänder Solarmodulproduzentin MX Group eingegangen und will in Europa weitere Beteiligungen an Panel-Herstellern eingehen, um diese zu integrieren. «Ein Zusammenschluss zwischen Solar Industries und 3S ist aber nicht vorgesehen», erklärt Wägli. Denn während Solar Industries in der Produktion tätig ist, bietet 3S die Maschinen zur Herstellung derselben an. «Obwohl wir 3S sehr gut kennen und wir am Unternehmen beteiligt sind, wird Solar Industries in der Beschaffung aber unabhängig bleiben», sagt Wägli, der gleichzeitig VR-Präsident von New Value und 3S ist.

Stärkung des VR für Wachstum

Im Hinblick auf das über den Kauf von Somont bevorstehende Wachstum der Gesellschaft stärkt 3S zudem seinen Verwaltungsrat. Neben den Bisherigen Rolf Wägli und Christian Witschi sollen Rudolf Grüdel, Inhaber der auf Robotik und Automation spezialisierten Grüdel Group, sowie Patrick Hofer-Noser, der seit der Gründung von 3S als Geschäftsleiter fungiert, das Gremium erweitern. Zudem soll ein weiteres Mitglied hinzugewählt werden, dessen Namen noch nicht bekannt gegeben wurde. Angesichts des geplanten Ausbaus der Forschung und Entwicklung dürfte die Person aus dem universitären Umfeld kommen.

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