Der starke Franken und die steigenden Rohstoffpreise haben das Halbjahresergebnis von Forbo (Aktienkurs Forbo) getrübt. Der Belags- und Klebstoffhersteller verzeichnete im ersten Halbjahr 2011 einen Rückgang des Reingewinns um 17,9 Prozent auf 74,6 Millionen Franken. Das teilte Forbo am Morgen mit.

Der Betriebsgewinn sank um  Prozent auf 75,5 Millionen Franken, der Umsatz um 4,2 Prozent auf 880,6 Millionen Franken. Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten in etwa getroffen.

Das Halbjahresergebnis sei durch den starken Franken sowie gestiegene Rohmaterialpreise beeinträchtigt worden, heisst es in der Mitteilung. In Lokalwährungen gerechnet legte der Umsatz um 8,8 Prozent zu.

Verhaltener Ausblick

Für das Gesamtjahr gibt sich Forbo zurückhaltend. Die sich nochmals deutlich verschlechterte Wechselkursentwicklung der vergangenen Wochen und die zunehmende Volatilität an den Finanzmärkten mit den damit verbundenen Auswirkungen auf die Realwirtschaft würden eine zuverlässige Prognose für erschweren, heisst es.

Forbo geht den Angaben zufolge davon aus, dass sich die Nachfrage «verhalten und je nach Region und Kundensegment sehr unterschiedlich» entwickeln wird. Der starke Anstieg der Rohmaterialpreise, die unsichere allgemeine Wirtschaftssituation und die Wechselkursentwicklung würden das Jahresergebnis 2011 stark prägen.

Vorausgesetzt, dass sich diese Einflüsse im Vergleich zum ersten Semester 2011 nicht wesentlich verändern, erwartet Forbo aus dem operativen Geschäft im zweiten Halbjahr ein ähnliches Konzernergebnis wie im ersten.

(tno/laf/sda/awp)

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