Der Bodenbelag- und Klebstoffhersteller Forbo hat im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatzrückgang um 0,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken verzeichnet, entsprechend einem Minus von 1,1 Prozent in Lokalwährungen. Die Vorjahreszahlen wurden allerdings um den Verkauf der Sparte Industrieklebstoff-Teile bereinigt.

Der bereinigte Ebit ging um gut 21 Prozent auf 117,2 Millionen Franken zurück und die Ebit-Marge um 2,6 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Der vergleichbare Reingewinn aus dem operativen Geschäft reduzierte sich um knapp 22 Prozent auf 90,1 Millionen.

Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 12 Franken erhalten, wie Forbo mitteilte. Diese wird erneut als steuerbefreite Ausschüttung von Reserven aus den Kapitaleinlagen ausgerichtet.

Mit den Zahlen hat die Gruppe die Markterwartungen beim Ebit leicht verfehlt, bei Umsatz und Reingewinn indes leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1'185 Millionen, für den Ebit bei 120,6 Millionen und für den Reingewinn bei 88,3 Millionen Franken.

Sparmassnahmen hinterlassen Spuren

Im Ergebnis enthalten sind zwei relevante Sonderfaktoren. Einerseits brachte der Verkauf der Aktivität der Industrieklebstoffe einen ausserordentlichen Ertrag von 73,1 Millionen Franken, andererseits führte der Wechsel des Pensionsplans in den Niederlanden wie angekündigt zu einem ausserordentlichen Ertrag von 34 Millionen. Berücksichtigt man diese Effekte, lag der Ebit bei 162,6 Millionen, die entsprechende Marge bei 13,5 Prozent und der Reingewinn bei 197,2 Millionen.

Aufgrund des schwierigen konjunkturellen Umfelds sei das Geschäftsjahr sehr anspruchsvoll gewesen, schreibt Forbo. Die Sparmassnahmen insbesondere in der Eurozone hätten Spuren hinterlassen, da man zu einem überwiegenden Teil in Europa tätig und direkt oder indirekt von öffentlichen Aufträgen abhängig sei.

Veränderung an der Spitze

An der Spitze des Unternehmens zeichnet sich eine Veränderung ab. VR-Präsident Albert Gnägi erreicht im Jahr 2014 die reglementarische Altersgrenze und wird sich deshalb an der GV 2013 nur noch für ein weiteres Jahr wiederwählen lassen. An seiner Stelle soll CEO This Schneider als exekutiver VR-Präsident im Doppelamt walten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2013 erwartet Forbo ein leicht höheres Konzernergebnis aus dem operativen Geschäft.

(tke/tno/awp)

Anzeige