Der Bodenbelags- und Klebstoffhersteller Forbo hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2013 einen Rückgang des Umsatzes um 1,8 Prozent auf 592,5 Millionen Franken verzeichnet. In Lokalwährungen ergab sich ein Minus von 2,6 Prozent.

Der Ebit reduzierte sich um 2,4 Prozent auf 56,9 Millionen und die Ebit-Marge minim auf 9,6 Prozent nach 9,7 Prozent in der entsprechenden Vorjahresperiode, wie der Bodenbelags- und Klebstoffhersteller mitteilte. Das Konzernergebnis aus dem operativen und fortgeführten Geschäft erhöhte sich dagegen um 9,8 Prozent auf 46,9 Millionen Franken.

Im Vorjahr wurde der Reingewinn von einem ausserordentlichen Ertrag in der Höhe von 73,1 Millionen Franken aus dem Verkauf der Aktivität der Industrieklebstoffe positiv beeinflusst. Im prozentualen Vergleich dazu wurde dies in den heutigen Zahlen ausgeklammert. Überdies wurden die Vorjahreszahlen im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IAS 19 angepasst.

Anzeige

Erwartungen nur knapp erreicht

Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten mit dem Umsatz nur knapp erreicht, mit dem Gewinn dagegen übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 594 Millionen, für den EBIT bei 55,2 Millionen und für den Reingewinn bei 42,0 Millionen Franken.

Die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr sei erwartungsgemäss verhalten ausgefallen, schreibt Forbo. Der Umsatz des grösseren Bereichs Flooring Systems sei weiterhin von den Sparmassnahmen der öffentlichen Hand sowie von der schwächeren Bautätigkeit in vielen relevanten Märkten geprägt gewesen. Der Bereich Movement Systems legte dagegen in einem laut Forbo «sehr heterogenen» Umfeld leicht zu. Die Margen seien aber trotz des leichten Umsatzrückgangs und der Kosten für die Erschliessung neuer Märkte auf einem guten Niveau gehalten worden.

Einschätzungen für 2013 unverändert

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013 heisst es, dass sich die Einschätzungen für das laufende Jahr nicht verändert hätten. Insgesamt sei für die verbleibenden Monate mit einem ähnlichen wirtschaftlichen Umfeld zu rechnen. Unter der Voraussetzung eines sich nicht signifikant verändernden Wirtschaftsumfelds sei mit einem leicht höheren Konzernergebnis aus dem operativen Geschäft zu rechnen als im Vorjahr.

Anlässlich der Bilanzmedienkonferenz im vergangenen März hiess es, man liege nach den ersten Monaten mit Umsatz und Ergebnis leicht über den Werten des Vorjahres. Ob sich das in einem höheren Umsatz oder einer Verbesserung der Marge im Gesamtjahr niederschlagen werde, darüber wollte CEO This Schneider damals nicht spekulieren. Schneider soll wie bereits bekanntgegeben ab Frühjahr 2014 als exekutiver VR-Präsident walten, zu seinem Nachfolger als CEO wurde der Deutsche Stephan Bauer ernannt.

(tke/awp)