Alkoholkonsum und Autofahren passen nicht zusammen, doch der US-Autobauer Ford kooperiert für ein neues Projekt ausgerechnet mit einem Schnapshersteller: Aus den Abfällen der Tequilaproduktion bei Jose Cuervo in Mexiko sollen Autoteile entstehen.

Denkbar wären etwa Kabelabdeckungen sowie Teile von Klimaanlagen und Aufbewahrungsfächer. Derzeit untersuchen Forscher die Widerstandsfähigkeit und die Hitzeresistenz des Materials.

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40 Prozent der Pflanze bleibt übrig

Tequila wird aus Agaven gewonnen. Dazu wird das Pflanzeninnere gegart und vermahlen. Danach wird der Saft herausgequetscht, der schliesslich zum Tequila destilliert wird. Rund 40 Prozent der Pflanzenteile werden nach Branchenangaben am Ende weggeworfen.

Ford will die Fasern zu Bioplastik verarbeiten. «Die Agave ist ein guter Ersatzstoff und hat weniger Gewicht», sagte Debbie Mielewski aus der Ford-Abteilung für Nachhaltigkeitsforschung der Nachrichtenagentur AFP. Leichtere Autos verbrauchen weniger Treibstoff; ausserdem reduziert die Verwendung von Bioplastik den Verbrauch fossiler Rohstoffe.

(sda/me/ama)