Der US-Autobauer Ford hat für seine europäischen Standorte ein Sparprogramm aufgelegt. Das Unternehmen bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwoch). Danach sollen in Deutschland, Grossbritannien und im übrigen Teil Europas drei Massnahmenpakete ergriffen werden.

Ziel sei es, die Personalkosten durch die Einsparung von mehreren hundert Arbeitsplätzen, durch die Einschränkung der Ausgaben für Leiharbeit und andere Dienstleistungen zu reduzieren, teilte Ford Europe auf Anfrage mit.

Über die genaue Zahl der betroffenen Jobs könne das Unternehmen erst in wenigen Monaten konkrete Angaben machen. Ford betonte aber, dass der Stellenabbau in allen drei Programmen auf Freiwilligkeit basiere.

Einstellungsstopp verhängt

Wie das Blatt weiter berichtete, soll das Unternehmen ferner einen Einstellungsstopp verhängt haben. Wichtige Jobs würden aber weiterhin neu besetzt. Ausserdem erwäge der Autobauer die Auflösung der Kooperation mit dem französischen Wettbewerber PSA Peugeot Citroën bei der Produktion kleinerer Dieselmotoren am britischen Standort Dagenham.

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Dazu erklärte das Unternehmen, dass Ford und PSA auch in Zukunft bei Motoren unter zwei Litern kooperieren würden. Sie stellten immerhin 75 Prozent der gesamten Motorenproduktion innerhalb der Kooperation dar. Beide Autobauer hätten bereits angekündigt, grössere Dieselmotoren künftig in eigener Regie herzustellen.

(aho/awp)