Ford legt weltweit zu. Im zweiten Quartal verkaufte der US-Autokonzern insgesamt gut 1,5 Millionen Fahrzeuge und damit rund 100 000 mehr als vor einem Jahr. In jeder einzelnen Region habe Ford mehr Kunden gewonnen, sagte Konzernchef Alan Mulally am Dienstag am Firmensitz in Dearborn nahe der Autohochburg Detroit. Der Marktanteil in den USA, in Europa und im asiatischen Raum sei gestiegen, erklärte das Unternehmen.

Der Konzernumsatz verbesserte sich in der Folge um 1 Prozent auf 35,5 Milliarden Dollar. Allerdings sind die beiden Zeiträume schwer mit einander vergleichbar, da Ford zwischenzeitlich seine schwedische Tochter Volvo an einen chinesischen Autobauer verkauft hatte. Volvo ausgeklammert betrug der Zuwachs 13 Prozent.

Ford verdiente aber weniger Geld als im Vorjahreszeitraum - unter anderem wegen höherer Rohstoffkosten sowie der Einführung neuer Modelle. Der Gewinn fiel um 8 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. In Europa halbierte sich der Gewinn sogar; hier strich Ford operativ noch 176 Millionen Dollar ein.

Vor Sonderposten ging der Überschuss auf 65 Cent je Aktie von 68 Cent im Vorjahreszeitraum zurück. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 60 Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 35,5 Milliarden Dollar.

Ford legte damit den achten Quartalsgewinn in Folge vor. Während der Krise hat Ford Verluste gemacht, baute Stellen ab und verkaufte unprofitable Geschäftsbereiche.

Für den weiteren Jahresverlauf gab sich das Management optimistisch. «Wir sind auf dem Weg zu soliden Ergebnissen im Gesamtjahr», sagte Finanzchef Lewis Booth. Es gebe eine anhaltend starke Nachfrage nach Ford-Autos, erklärte der Konzern. Im laufenden Quartal soll deshalb die Produktion hochgefahren werden.

(rcv/sda/awp)