Gegen die französische Vorgängerfirma des Zementkonzerns LafargeHolcim ist in Frankreich ein formales Verfahren eröffnet worden. Lafarge werde beschuldigt, terroristische Aktivitäten in Syrien finanziert zu haben.

Zudem gehen die Ermittler dem Tatbestand der Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach, wie Reuters am Donnerstag aus Justizkreisen erfuhr. Eine Untersuchung hatten die französischen Ermittler bereits vergangenes Jahr eingeleitet.

Das Unternehmen hatte vergangenes Jahr eingeräumt, bewaffnete Gruppen bezahlt zu haben, um das syrische Zementwerk in Betrieb halten zu können. Die Behörden hatten gegen mehrere frühere hochrangige Manager von Lafarge und den Fusionskonzern LafargeHolcim ermittelt. Ein LafargeHolcim-Sprecher stellte für den Verlauf des Tages eine Stellungnahme in Aussicht.

(awp/bsh/mlo)