Drei Milliarden Dollar will die Rennserie Formel 1 mit dem Börsengang in Singapur einnehmen - doch nun treten die Verantwortlichen laut einem Bericht des «Wall Street Journals» auf die Bremse.

Als Grund wird - wenig überraschend - die Unruhe an den Märkten genannt. Nun wolle der Hauptaktionär CVC Capital Partners mehr Zeit, um Investoren zu gewinnen. Ursprünglich hätte der Emissionsprospekt am 5. Juni veröffentlicht werden sollen - für Ende Juni war die Bekanntgabe des Ausgabepreises angedacht.

Nun soll zunächst das «Pre-Marketing» verstärkt werden. Die Formel 1 will aus dem Börsengang selbst etwa 450 Millionen Dollar einnehmen.

Geld, das F1-Boss Bernie Ecclestone gut brauchen kann: Dieser gab bekannt, den Formel-1-Teams für die Zustimmung zum neuen, bis ins Jahr 2020 laufenden Grundvertrag 180 Millionen Dollar Bonus zahlen zu wollen.

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Die ungünstigen Rahmenbedingungen hatten bereits den Luxus-Juwelier Graff abgeschreckt: Er sagte am Donnerstag den Milliarden-Börsengang in Hongkong ab. Auch in Deutschland sorgen die Diskussionen um das IPO von Evonik für viel Gesprächsstoff.

(vst/tno)

Formel 1: Finanzcheck für die Saison 2012