Kommendes Wochenende geht es wieder los: Die dröhnenden Motoren der Formel-1-Boliden lassen das Herz jedes Motorsportfans höherschlagen. «Hässliche Höckernasen, Testfahrten während der Saison, vorsaisonale Ferrari-Krise sowie erstmals 20 Rennen und sechs Weltmeister am Start - dies bietet eigentlich bereits ausreichend Gesprächsstoff», so Christian Wanner von Dun & Bradstreet (D&B). Trotzdem hat die Wirtschaftsauskunftei vor dem Saisonstart erneut die Finanzkraft der Teams unter die Lupe genommen.

Trotz knappem Budget hat der Schweizer Sauber-Rennstall die Pole Position verteidigen können (Top-Teams siehe Bildergalerie) und beim «D&B F1 Index» 100 Punkte totalisiert. Dieser Wert analysiert die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Unternehmens. Kommt hinzu, dass mit lediglich drei Tagen Verzugsfrist die Rechnungsmoral äusserst hoch ist.

Von den Topteams der vergangenen Saison schafft es lediglich Mercedes aufs Podest. Ganz anders sieht es bei Ferrari aus: Die Italiener lassen sich gemäss D&B-Studie über das Zahlungsziel hinaus noch weitere 18 Tage Zeit, um Rechnungen zu begleichen. Daraus resultiert ein Indexwert von 92, der letztlich noch zu Platz 6 reicht.

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Wirklich düster sieht es bei den kleinen Teams wie Caterham, Marussia Virgin, Hispania und Force India aus: Diesen rechnet D&B in der Studie ein hohes Ausfallrisiko zu. «Nicht nur aufgrund erneuter Regeländerungen - Sicherheit und damit Optik, Technik, maximale Renndauer - verspricht die kommende Formel-1-Saison spannend zu werden», folgert Wanner.

(vst/chb)