Das Biotechnologie-Unternehmen Molecular Partners hat 2016 erneut mehr Geld in die Forschung und Entwicklung gesteckt. Die Ausgaben des Unternehmens stiegen damit von 31,3 Millionen auf 42,5 Millionen Franken. Der Reinverlust weitete sich von 0,1 Millionen auf 18,6 Millionen Franken aus.

Operativ stieg der Verlust von 2,2 auf 19,5 Millionen Franken, wie die vor allem in der Erforschung von Medikamenten gegen Augenkrankheiten und Krebs tätige Firma mitteilte. Mit der Verstärkung des klinischen Teams stockte Molecular Partners das Personal um 15 Prozent auf 103 Vollzeitangestellte auf. Gleichzeitig ging der Umsatz um 6,1 Millionen auf 23,0 Millionen Franken zurück.

Geld reicht mindestens noch drei Jahre

Die Verluste kann sich Molecular Partners derzeit noch gut leisten. Die liquiden Mittel verringerten sich zwar von 215,4 Millionen Ende 2015 auf 180,2 Millionen Franken Ende 2016. Laut Mitteilung reicht das Geld damit aber mindestens noch für weitere drei Jahre.

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Laut Molecular Partners zahlten sich die höheren Forschungsausgaben 2016 aus. Das Jahr sei von «fortlaufendem Fortschritt in allen therapeutischen Bereichen» geprägt gewesen, schreibt das Unternehmen. Im laufenden Jahr plant Molecular Partners unter anderem zwei Phase-2-Studien für sein wichtigstes Krebsmedikament MP0250 sowie eine Phase-1-Studie für ein weiteres Krebsmedikament.

Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit

Weiter komme die Phase-3-Studie für den Augenheil-Produktkandidaten Abicipar gut voran. Partnerunternehmen Allergan habe zudem eine Phase-3-Studie für ein Augenheilmedikament in der zweiten Jahreshälfte 2017 angekündigt.

In den klinischen Phasen wird ein Medikament auf seine Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit geprüft. Voraussetzung für eine Zulassung ist, dass die Wirksamkeit in der Phase 3 nachgewiesen werden konnte.

(sda/tno/chb)