Der Milchverarbeiter Emmi hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf gut 3,4 Milliarden Franken steigern können. Insbesondere das Europageschäft lief stark. Die Frankenaufwertung macht sich bei den Exporten allerdings bemerkbar.

Im heimischen Geschäft, das nach wie vor das wichtigste Standbein von Emmi ist, beliefen sich die Verkäufe auf 1,8 Milliarden Franken, was einem Plus von 1,3 Prozent entspricht.

Plus 8,3 Prozent in Europa

In der Division Americas, die neben den USA, Kanada und Chile auch Spanien, Frankreich und Tunesien umfasst, konnte der Umsatz um 2,7 Prozent gesteigert werden. In Europa betrug das Umsatzplus gar 8,3 Prozent und in der Division Global Trade 13 Prozent.

Sowohl in der Division Americas wie auch im Europageschäft gingen jedoch die Verkäufe von AOP-Käse (Qualitätszeichen Appellation d’Origine) zurück. Hier machte sich die Frankenaufwertung stark bemerkbar, wie Emmi in einer Mitteilung schreibt.

Frankenschock trifft Exportumsätze

Vom Frankenschock seien Exportumsätze in der Grössenordnung von 400 Millionen Franken betroffen. Mit einem Massnahmenpaket will der Milchverarbeiter den negativen Effekten entgegenwirken, wie er bereits angekündigt hatte. Dieses beinhaltet eine Preiserhöhung für Exportprodukte, tiefere Abnahmepreise für Rohmilch, sowie Verhandlungen mit internationalen Lieferanten.

Trotz der negativen Währungseffekte rechnet Emmi damit, dass der Reingewinn auch 2015 im Rahmen des Mittelfristziels von 2,5 bis 3,5 Prozent liegen wird. Das detaillierte Ergebnis 2014 sowie ein genauerer Ausblick auf das laufende Jahr werden am 24. März publiziert.

(sda/tno/ama)

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