Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst will angesichts der Frankenstärke 40 Millionen Franken einsparen. Massnahmen im Bereich Einkauf, in der Produktion, der Auftragsvergabe und bei den Vergütungen werden derzeit geprüft. Nicht vorgesehen sind Lohnsenkungen und längere Arbeitszeiten.

Einige hundert Bobst-Beschäftigte unterbrachen am Mittwoch nach Bekanntgabe von möglichen Plänen kurzzeitig ihre Arbeit und versammelten sich im Gebäude im waadtländischen Mex. Bobst-Sprecher Giuseppe Santoro bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda eine entsprechende Meldung der Westschweizer Zeitung «24heures».

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SNB-Schock mit grossen Auswirkungen

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses habe grosse Auswirkungen auf das Unternehmen, stellte Santoro fest. «Unsere Exporte nach Europa sind 20 Prozent teurer geworden.» Man müsse reagieren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Bobst will nach eigenen Angaben nicht die Preise erhöhen, sondern die operativen Kosten um 40 Millionen Franken reduzieren. Die Geschäftsleitung hat daher beschlossen, Dienstaltersgeschenke, die alle fünf Jahre an das Personal entrichtet werden, um 80 Prozent zu reduzieren. Ebenfalls gesenkt werden soll die Jahresprämie, die bei einer Pensionierung fällig wird.

Einsparungen im Ausland

Laut Santoro kann mit diesen Massnahmen nur ein kleiner Teil der angestrebten Summe eingespart werden. Die ausländischen Niederlassungen müssten sich ebenfalls an den Einsparungen beteiligen.

Bobst beschäftigt weltweit mehr als 5000 Mitarbeitende, davon rund 1800 in Mex. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen seinen Reingewinn auf 53 Millionen Franken verdoppelt.

(sda/ise)