Der Lebensmitteldiscounter Denner senkt für etwa 50 Produkte die Preise und gibt damit etwas von den günstigen Importpreisen an den Kunden weiter. Der Discouter der Migros will Markenprodukte mit 20 Prozent tieferen Preisen in die Regale stellen.

Seit Tagen gibt es eine Diskussion darüber, ob Importeure die Preisvorteile, die sie vor allem durch den schwachen Euro erzielen, an die Kunden weitergeben sollen. Gleichzeitig tobt zwischen den Branchenleadern Migros, Coop und Denner sowie den deutschen Discountern Aldi und Lidl seit Jahren ein heftiger Preiskampf im Detailhandel.

Denner sieht sich nach eigenen Angaben in einer Position, auf Markenkonzerne und Importeure Druck ausüben zu können. Einen Teil der Preissenkungen trage Denner auch selbst, wurde am Morgen mitgeteilt. Jüngst hat Denner, welche zur Migros-Gruppe gehört, auch Preissenkungen mit mehr Parallelimporten umgesetzt.

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Der Detailhändler Spar will ab Samstag bei verschiedenen Eigenmarken die Preise senken, wie Spar-Chef Stefan Leuthold in einem Interview mit dem «Blick» sagte. Dies sei möglich, weil die betreffenden Produkte im Verbund der Spar-Gruppe eingekauft würden, und somit die Wechselkurse weitergegeben werden könnten. Bei allen Produkten, bei denen ein Importeur involviert ist, seien Spar jedoch die Hände gebunden.

(kgh/tno/sda)