Wegen der Frankenstärke erhöht der Technologie- und Rüstungskonzern Ruag in einem weiteren Bereich die wöchentliche Arbeitszeit. Ab August müssen auch die 300 Angestellten der Ruag Ammotec in Thun 43 statt wie bisher 40 Stunden pro Woche arbeiten.

Allein mit Prozessoptimierungen, Nachverhandlungen mit Lieferanten und Kosteneinsparungen könne Ruag Ammotec die währungsbedingten Nachteile gegenüber der Konkurrenz nicht wettmachen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Arbeitnehmervertreter haben der Massnahme laut der Mitteilung zugestimmt.

Keine Mehrarbeit für Schwangere

Nicht länger arbeiten als bisher müssen Lernende, stillende Mütter und schwangere Frauen. Für Kaderleute hingegen verlängert Ruag Ammotec die Wochenarbeitszeit ebenfalls um drei Stunden – auf neu 45 Stunden. Die Massnahme gilt vorerst bis Ende Jahr.

Ruag Ammotec stellt Kleinkalibermunition her. Etwa 70 Prozent der Jahresproduktion geht in den Export. Schon seit dem 1. Mai gilt für 60 Angestellte der Ruag Environment und für einen Teil der Verteidigungsdivision Ruag Defence mit ihren 590 Angestellten neu die 43-Stunden-Woche.

(sda/ise)