Der Mischkonzern Franke Artemis Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011 den Umsatz zwar gesteigert. Das Betriebsergebnis und der Gewinn fielen aber vor allem wegen des starken Frankens deutlich tiefer aus als im Vorjahr.

Den Umsatz konnte Franke um 3,7 Prozent auf 2,51 Milliarden Franken steigern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Organisch resultierte ein Wachstum von 5,9 Prozent. Die negativen Währungseffekte beliefen sich auf 12,7 Prozent und waren insbesondere geprägt vom schwachen US-Dollar, Euro, britischen Pfund und südafrikanischen Rand.

Das Betriebsergebnis sank von 184,5 Millionen Franken im Vorjahr auf 132,1 Millionen Franken. Neben dem starken Franken drückten auch ausserordentliche Kosten von etwa 40 Millionen Franken im Rahmen der Konsolidierung das Ergebnis. Der Gewinn fiel um 34 Prozent von 187,6 Millionen Franken auf 123,5 Millionen Franken.

Anzeige

Die Marktbedingungen waren laut Franke sehr schwierig: In Südeuropa seien Schlüsselmärkte regelrecht eingebrochen, etwa in Italien, Griechenland, Spanien und Portugal. Auch in Nordafrika konnte Franke wegen politischen Unruhen weniger absetzen.

Wachstum in BRIC-Staaten

Stark zulegen konnte das Unternehmen hingegen in Brasilien, Russland, Indien, China, der Türkei und Argentinien. Dort erreichte Franke ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich.

Für das nächste Jahr rechnet Franke erneut mit einem organischen Wachstum. Im Vergleich zum Vorjahr erwartet Franke für 2012 ein eher stabileres Umfeld im Bereich der Währungen und Rohmaterialpreise. Das Unternehmen geht von weiterhin schwierigen Marktbedingungen in Europa aus, rechnet aber mit Wachstumsimpulsen in Asien, Lateinamerika und im Nahen Osten.

Die Lysser Industriegruppe Feintool, an der die Franke Artemis Gruppe seit Anfang 2011 mit 81,2 Prozent beteilgt ist, habe im Verlauf des Geschäftsjahres 2010/2011 den Turnaround geschafft und entwickle sich weiterhin positiv, teilte Franke mit.

(vst/rcv/sda)

 

Im Interview: CEO Michael Pieper zur Situation bei Franke Artemis