Das Walliser Chemieunternehmen Société suisse des explosifs (SSE) beantragt für ihr Werk in Gamsen bei Brig ab September Kurzarbeit. Die Firma leidet in ihrem exportabhängigen wichtigsten Geschäftsfeld, der Feinchemie, unter dem starken Franken.

Die Massnahme betrifft etwa 60 Prozent der rund hundert Mitarbeiter in Gamsen. Ab September werden diese mit einem Pensum von 80 Prozent arbeiten. Mit der Massnahme, die noch vom Kanton muss bestätigt werden muss, soll ein Stellenabbau verhindert werden.

Bis zu zwölf Monate Kurzarbeit

Die Kurzarbeit werde für sechs bis zwölf Monate ausgelegt, sagte Markus Troger, Leiter des Werks Gamsen, der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte damit Informationen der Zeitung «Walliser Bote» vom Mittwoch.

Vor einigen Jahren hatte sich die Firma vom regionalen Sprengstoffhersteller zum international ausgerichteten Mehrspartenunternehmen entwickelt. Heute beschäftigt die Société suisse des explosif insgesamt 350 Mitarbeitende in sieben Ländern.

(sda/ise)