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Frankfurt Airport streicht Flüge in die Schweiz

Vom Streik betroffen sind auch zahlreiche Flüge in die Schweiz. (Bild: Keystone)

Die Flugausfälle am Frankfurter Airport betreffen auch die Schweiz. Wegen des Streiks der Flugfeld-Mitarbeiter wurden 200 Flüge gestrichen, darunter auch einige von und in die Schweiz. Zumindest ein U

Veröffentlicht am 27.02.2012

Auf Deutschlands grösstem Flughafen sind wegen des Streiks auf dem Vorfeld am Montag rund 200 von 1286 geplanten Verbindungen gestrichen worden. Betroffen waren Kurzstreckenflüge zu deutschen und europäischen Zielen, auch in der Schweiz.

Am Flughafen Zürich fielen je drei An- und Abflüge von und nach Frankfurt aus, wie dessen Internetseite zu entnehmen ist. In Genf wurden je zwei Hin- und Rückflüge annulliert. Am Flughafen Basel wurden zwei Anflüge und drei Abflüge abgesagt, wie es auf Anfrage beim Flughafen hiess.

Nicht betroffen waren Interkontinentalflüge ab Frankfurt, wie der Flughafen-Betreiber Fraport mitteilte. Profitieren konnte die Deutsche Bahn: Viele stiegen auf Züge um.

Verhandlungen stecken fest

Der Arbeitskampf von rund 200 Beschäftigten auf dem Vorfeld war in der vergangenen Woche für Verhandlungen unterbrochen worden, die aber zu keinem Ergebnis führten. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hatte darauf einen neuen Streik angekündigt, der zunächst von Sonntagabend bis Donnerstagmorgen dauern sollte.

Die Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweiser und Verkehrsdisponenten hatten zuvor bereits an fünf Tagen die Arbeit niedergelegt. Mehr als 1200 Starts und Landungen fielen seit Donnerstag vorvergangener Woche aus.

Streikbrecher regeln den Verkehr am Boden

Fraport hatte aber mit seinen eigens geschulten Ersatzleuten einen immer grösseren Teil des Flugplans bewältigt, zuletzt an die 90 Prozent. Man sei auch auf einen längeren Streik eingerichtet, erklärte ein Sprecher.

Die GdF fordert mehr Lohn für das Vorfeldpersonal, höhere Zulagen und kürzere Arbeitszeiten. Die Verhandlungen hatte sie abgebrochen, nachdem sich Fraport geweigert hatte, die Flugzeugeinweiser in den angestrebten Tarifvertrag zu übernehmen.

Sie erhielten bereits jetzt mehr Geld als die Kollegen in München, argumentierte das Unternehmen. Für die Vorfeldlotsen sei man hingegen weiter bereit, bis zu 70 Prozent höhere Löhne zu zahlen. Auch für die Verkehrszentrale seien bis zu 30 Prozent mehr angeboten worden.

Fraport hatte den erneuten Streikaufruf als «völlig überzogen und nicht nachvollziehbar» bezeichnet. Gemäss Fraport verlangt die Gewerkschaft Löhne wie sie etwa hochqualifizierte Ingenieure erhalten.

Schlichtung scheiterte

Die Lage an Europas zweitgrösstem Flughafen war eskaliert, nachdem die Betreiber einen Schlichterspruch des ehemaligen Hamburger Ersten Bürgermeisters Ole van Beust zurückgewiesen hatten, den die GdF angenommen hatte.

Das Vorfeldpersonal ist eine kleine Berufsgruppe, die aber eine der Hauptrollen am Flughafen spielt. Es weist Flugzeugen ihre Parkpositionen zu oder lotst sie dorthin. Die Mitarbeiter sitzen beispielsweise in den «Follow-Me-Wagen», die die Jets durch das Flughafengewirr leiten.

(aho/rcv/sda)

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