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Frankreich will 1,6 Milliarden Euro von der UBS

NEW YORK - AUGUST 19:  A logo on the building of Swiss Bank UBS is seen in Midtown Manhattan August 19, 2009 in New York City.  UBS will release over 4,000 names of American account holders as part tax-evasion settlement and investigation by American authorities.  (Photo by Chris Hondros/Getty Images)
UBS: Die Bank führt einen juristischen Streit in Frankreich.Quelle: 2009 Getty Images

Die UBS ist im Prozess in Paris mit einer happigen Forderung konfrontiert: Frankreich will 1,6 Milliarden Euro von der Grossbank.

Veröffentlicht am 07.11.2018

Im Steuerhinterziehungsprozess gegen die UBS am Pariser Strafgericht fordert der französische Staat eine gewaltige Summe von der Grossbank. Die UBS solle «eine Entschädigung von 1,6 Milliarden Euro» zahlen. Dies forderte der Staatsanwalt Xavier Normand-Bodard am Mittwoch. Die UBS habe ein ausgeklügeltes Betrugs- und Geldwäschereisystem aufgebaut, in dem die Bank im Namen des Bankgeheimnisses behauptete, nichts zu hören, nichts zu sehen und nichts zu wissen.

Normand-Bodard forderte den Pariser Strafgerichtshof auf, dieses jahrelang praktizierte System hart zu bestrafen. Ziel der Grossbank sei es gewesen, den Kunden mittels Nummernkonti, Trusts oder Stiftungen bei der Steuerhinterziehung zu helfen.

Wochenlanger Prozess

Die UBS soll laut dem Staatsanwalt zwischen 2004 und 2012 illegal Bankberater nach Frankreich geschickt haben, um Reiche in eine Filiale der UBS France zu locken. Die Kunden seien an Empfängen, Jagdgesellschaften oder an Sportanlässen angesprochen worden, um sie von der Eröffnung von Schwarzgeld-Konten in der Schweiz zu überzeugen.

Die UBS steht in Frankreich seit dem 8. Oktober und voraussichtlich noch bis zum 15. November 2018 vor Gericht, wo sie sich gegen Vorwürfe der Geldwäscherei und der Beihilfe zur Steuerhinterziehung verteidigen muss. Im Juli 2014 hatte die UBS eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen müssen.

Die Grossbank soll französische Kunden dazu angestiftet haben, mehr als zehn Milliarden Euro am Fiskus vorbei zu schmuggeln. Die UBS selbst spricht von «oft unbegründeten Vorwürfen». Die Anklage beruht teilweise auf Aussagen und Dokumenten von ehemaligen Mitarbeitenden.

(sda/mbü)

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