Der französische Telekomkonzern Orange kauft den spanischen Festnetzanbieter Jazztel für 3,4 Milliarden Euro. Orange werde damit besser gegen seine Rivalen Telefonica und Vodafone in Spanien ankämpfen können, teilten die Franzosen am späten Montagabend mit.

Die Fusion solle unter anderem Kosteneinsparungen von 1,3 Milliarden Euro bringen. Orange zufolge sind sich beide Unternehmen bereits einig. Orange will 13 Euro pro Jazztel-Aktie in Bar zahlen. Das ist ein Aufschlag von rund 34 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage.

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Kauf ist an Bedingung geknüpft

Orange knüpfte seinen Vorstoss aber an die Bedingung, dass mindestens 50,01 Prozent der Jazztel-Aktionäre das Angebot annehmen - zusätzlich zu den 14,5 Prozent, die der Grossaktionär Leopoldo Fernandez Pujals hält. Dieser hat einem Verkauf seiner Anteile bereits zugestimmt.

Die Franzosen könnten dann in Spanien bald ihre Mobilfunkdienste im Paket mit Festnetzangeboten von Jazztel verkaufen. Orange liegt in Spanien hinter Telefonica und Vodafone auf Rang drei.

Anbieterkampf in Spanien

Vodafone übernahm im März für 7,2 Milliarden Euro den Kabelkonzern Ono, um wie Telefonica verstärkt Festnetz- und Mobilfunkdienste gebündelt vermarkten zu können. Orange konnte dies bisher nicht.

(sda/ise/moh)