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Regulierung
Frankreichs Präsident Hollande fordert Uber-Verbot

Paris: Am Donnerstag eskalierten die Demonstrationen von Taxifahrern gegen Uber. Keystone

Frankreichs Präsident François Hollande hat sich für ein Verbot von Uber ausgesprochen. Zuvor hatte es im ganzen Land Demonstrationen gegen den Taxidienst gegeben. In Paris eskalierte die Lage.

Veröffentlicht am 26.06.2015

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen bei Protesten gegen Uber in Frankreich hat sich Präsident François Hollande für ein Verbot des umstrittenen Fahrdienstanbieters ausgesprochen. «Uberpop sollte aufgelöst und für illegal erklärt werden.»

Das sagte Hollande am Freitagmorgen am Rande eines EU-Gipfels in Brüssel. Zugleich verurteilte er die Ausschreitungen als «in einer Demokratie nicht zu akzeptierende Gewalt». Proteste von Taxifahrern gegen Uber waren am Donnerstag in Frankreich in Gewalt umgeschlagen. In Paris setzten Taxifahrer zwei Fahrzeuge von Fahrdiensten in Brand, an den beiden Hauptstadtflughäfen durchbrachen Autos Barrieren und verletzten dabei Demonstranten.

Fast 3000 Taxifahrer an Protesten beteiligt

Landesweit beteiligten sich nach Polizeiangaben fast 3000 Taxifahrer an den Protesten, blockierten Flughäfen und Bahnhöfe und sorgten so für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Der Protest der Taxifahrer richtete sich gegen das Angebot Uberpop, das Fahrgäste per Smartphone-App an private Fahrer vermittelt. UberPop-Fahrer verlangen in der Regel deutlich weniger Geld als Taxis, zahlen aber auch keine Steuern und Sozialabgaben und haben nicht die für Taxifahrer verpflichtende 250-stündige Ausbildung absolviert. Taxifahrer sehen in ihnen daher eine unlautere Konkurrenz. In zahlreichen Ländern gehen Behörden und Justiz gegen UberPop vor, auch in Deutschland.

(sda/moh/ama)
 

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