Sollte die Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa die angeschlagene Austrian Airlines (AUA) übernehmen, würde sie bei Swiss auf Zustimmung stossen. «Lufthansa hat eine Multibrand- und Multihub-Strategie, da hat es noch Platz für weitere Fluggesellschaften», sagt Swiss-Chef Christoph Franz gegenüber der «Handelszeitung». Frühere «Befürchtungen» rund um die Übernahme der Swiss durch die Lufthansa – «etwa, dass sich unsere nahe beieinander liegenden Drehscheiben Frankfurt, Zürich und München konkurrenzieren – haben sich nicht bewahrheitet.»

Im Gegenteil: Swiss steht seit der Integration in den deutschen Konzern hervorragend da. Den steigenden Kerosinpreisen will Franz mit schlagkräftigen Massnahmen entgegentreten. Ab Frühling 2009 wird die Airbus-A330-Flotte modernisiert, was zu einer Effizienzsteigerung führen und den Treibstoffverbrauch um 13% senken soll. Dank dem generellen Einsatz grösserer Flugzeuge und einer reduzierten Fluggeschwindigkeit auf Europaflügen hat Swiss den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch pro Passagier in den vergangenen zwei Jahren bereits um 7% gesenkt. Zudem wurde eine eigene Stelle geschaffen, die sich ausschliesslich mit dem Thema Gewichtsreduktionen beschäftigt. Erste Massnahme: In den neuen Airbus A330 und A340 werden Business-Class-Sitze eingebaut, die 4 kg leichter sind. Resultat: 650 t Kerosin-Einsparung pro Jahr.