Ein starkes Sommergeschäft macht dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport Hoffnung. Nach einem Passagierrekord im August dürfte die Zahl der Fluggäste an Deutschlands grösstem Flughafen 2013 wie geplant etwa die 57,5 Millionen aus dem Vorjahr erreichen, teilte das Unternehmen mit. «Wir freuen uns über die positive Entwicklung im Cargo- und vor allem im Passagiergeschäft», sagte Vorstandschef Stefan Schulte.

Nachdem die Zahl der Fluggäste in der ersten Jahreshälfte gesunken war, zeichne sich für den Winterflugplan ein leichtes Wachstum des Flugangebots ab. Bislang hätten viele Gesellschaften ihr Geschäft zurückgefahren. Zudem belaste die deutsche Ticketsteuer die Nachfrage.

Im August zählte Fraport an seinem Heimatstandort so viele Fluggäste wie nie zuvor in einem Kalendermonat. Die Zahl der Passagiere erreichte 5,8 Millionen und damit 3,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Vorjahr hatte der Schwerpunkt der Sommerferien allerdings im Juli gelegen. Zudem hatte im August 2012 ein Streik bei der Lufthansa die Entwicklung belastet. Einschliesslich der Konzernflughäfen in Antalya (Türkei), Lima (Peru) sowie Varna und Burgas (Bulgarien) kam Fraport nun auf 12,4 Millionen Passagiere, ein Plus von 5,6 Prozent.

Lima boomt

Den stärksten Zuwachs gab es in Lima, wo die Zahl der Fluggäste um 12,3 Prozent auf 1,4 Millionen zulegte. Dem Flughafen Antalya verhalf der Zustrom russischer Urlauber zu einem Plus von 6,6 Prozent auf 4,1 Millionen Passagiere. Zudem veranlassten die Unruhen in Ägypten den Angaben zufolge mehr Reisende, ihren Urlaub statt am Roten Meer an der türkischen Südküste zu verbringen.

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Auch im Frachtgeschäft ging es bei Fraport aufwärts. In Frankfurt wuchs die Menge an Fracht und Luftpost um 1,7 Prozent auf gut 171'300 Tonnen. Konzernweit legte das Cargo-Volumen um 1,4 Prozent auf fast 198'500 Tonnen zu. Grosskunde Lufthansa Cargo hatte dagegen am Dienstag einen Rückgang vermeldet. Das Frachtgeschäft gilt als Frühindikator der Konjunkturentwicklung. Ein steigendes Frachtaufkommen deutet auf einen bevorstehenden Wirtschaftsaufschwung hin, sinkende Frachtmengen auf einen beginnenden Abschwung.

(awp/rcv/aho)