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Fraport rechnet mit weniger Gewinn

Fraport: Weitere Streiks könnten die Prognosen gefährden. (Bild: Keystone)

Der Frankfurter Flughafenbetreiber kappt seine Wachstumsprognose für 2012: Weil allenfalls mit weiteren Streiks zu rechnen sei, erwartet Fraport eine geringere Zunahme bei Passagieren und operativem G

Veröffentlicht am 08.03.2012

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport kappt wegen des schwelenden Tarifkonflikts auf dem Vorfeld seine Wachstumsprognose für 2012. Weil weitere Streiks nicht ausgeschlossen sind, rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte an Deutschlands grösstem Flughafen nun mit einem Passagierplus von weniger als den zuletzt genannten vier Prozent. Umsatz und operativer Gewinn sollen etwas stärker zulegen, wie das Unternehmen  bei der Vorlage des Jahresabschlusses für 2011 mitteilte.

Im abgelaufenen Jahr ging der Überschuss des Konzerns um neun Prozent auf 240 Millionen Euro zurück, nachdem ein Jahr zuvor eine günstig ausgefallene Steuerprüfung für einen Rekordgewinn gesorgt hatte. Analysten hatten jedoch mit einem geringeren Rückgang gerechnet.

Im abgelaufenen Jahr profitierte Fraport von einem kräftigen Passagierplus in Frankfurt und an den Auslandsflughäfen des Konzerns in Antalya (Türkei) und Lima (Peru). Der Konzernumsatz kletterte um acht Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 13 Prozent auf 802 Millionen Euro zu, verfehlte aber die Erwartungen der Branchenexperten. Die Dividende soll mit 1,25 Euro je Aktie so hoch ausfallen wie ein Jahr zuvor.

Für 2012 und 2013 stellte Fraport-Chef Schulte weiteres Wachstum in Aussicht. Das Plus dürfte allerdings nicht nur bei den Passagieren weniger stark ausfallen als im vergangenen Jahr. Der Umsatz soll auf mehr als 2,5 Milliarden Euro steigen, beim EBITDA erwartet Fraport ein Plus von mindestens fünf Prozent. Auch im kommenden Jahr soll es hier weiter nach oben gehen. Das Konzernergebnis will der Vorstand auf dem Niveau von 2011 halten, ebenso die Dividende.

Weitere Streiks könnten die Prognosen allerdings gefährden, warnt das Management. Ende Februar waren wegen des Ausstands der Vorfeldmitarbeiter binnen zwei Wochen mehr als 1.500 Flüge ausgefallen.

(rcv/awp)

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