Verwaltungsratspräsident Erich Walser konnte sich bei seiner Begrüssungsrede einen indirekten Seitenhieb auf grosse, unter der Finanzkrise leidende Banken und Versicherer nicht verkneifen, indem er auf Vorzüge wie selbst auferlegte Beschränkung und Tugend zur Vorsicht einging, welche dazu führten, dass die Helvetia heute erfolgreich positioniert und in bester Verfassung sei – und dies nach 150 Jahren. Die anwesenden Chefs von anderen Gesellschaften wie Bruno Gehrig und Paul Müller (Swiss Life), Albert Lauper (Mobiliar), Martin Strobel (Bâloise), Manfred Manser und Ständerat Eugen David (Helsana) wie auch BPV-Direktorin Monica Mächler und selbst Bank-Wegelin-Partner Konrad Hummler sowie Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz nickten anerkennend. Für die meisten Lacher bei den rund 2000 Aktionären und Gästen sorgte Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Damals, in seinem letzten Jahr als VR-Präsident der Helvetia, musste er ein durchzogenes Resultat präsentieren. Dann, nach seiner Wahl zum Bundesrat und seinem Rücktritt als VR-Präsident, habe die Helvetia enorm zugelegt – und auch um die Bundesfinanzen stehe es besser. So gesehen sei sein Abgang bei der Helvetia eine gute Sache für alle gewesen.

Trotz Bekenntnis zu «alten Tugenden» setzt der Versicherer auf neue Einsichten. So wählte die Generalversammlung mit Paola Ghillani und Doris Russi Schurter erstmals Frauen in den Verwaltungsrat. Diese ersetzen den Unternehmer und alt Economiesuisse-Präsidenten Ueli Forster und den Genfer Olivier Vodoz, die auf eine Wiederwahl verzichteten. Silvio Borner wurde für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt.