ABB.

ABB ist im Lot. Operativ und auf zwischenmenschlicher Ebene. Beides geht zum grossen Teil auf das Konto von CEO Fred Kindle. Ein wichtiger Grund für das gute Klima: Kindles Büro steht grundsätzlich offen, was eine direkte Kommunikation ermöglicht. Und auch der CEO des 28-Mrd-Dollar-Konzerns kommuniziert und handelt ohne Umwege. «Wir arbeiten auf eine natürliche Art zusammen, das schafft ein konstruktives Klima», sagt ABB-Personalchef Gary Steel. Im Gespräch ist Kindle fokussiert, rational, fair, sagt, was er erwartet. «Was er nicht mag, sind Ankündigungen, die nie realisiert werden», weiss Steel.

Scheitert ein Projekt doch, wird er nicht persönlich. «Vielmehr fragt er nach anderen Sichtweisen, diskutiert sie, wägt ab», sagt Kommunikationschefin Clarissa Haller. Mittags mischt sich Kindle unter die Belegschaft, wenn keine Termine anstehen. «Eine Manager-Mensa gibt es nicht», sagt Haller. Auf Reisen fliegt er Linie wie alle anderen auch, setzt sich ins selbe Taxi und steigt im gleichen Hotel ab. «Alle hätten Verständnis, wenn er es sich bequemer machen würde, er ist viel unterwegs», erklärt Haller, «doch er will keinen Sonderstatus.» Das ABB-Team schätzt Kindles Bescheidenheit; und übernimmt, was er konsequent vorlebt. So hat Kindle ein unschlagbares Team geformt. Die Jahreszahlen 2007, die er im Februar präsentiert, werden es beweisen.