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Justiz
Freispruch für Mitarbeiter von Schindler in Japan

Schindler-Logo: Der Konzern war in Japan bitteren Vorwürfen ausgesetzt. Keystone

Ein 16-jähriger Junge ist 2006 gestorben, weil sich ein Schindler-Aufzug trotz offener Türen in Bewegung setzte. Ein Service-Mitarbeiter wurde nun freigesprochen.

Veröffentlicht am 29.09.2015

Ein Schindler-Mitarbeiter ist in Japan im Zusammenhang mit einem Aufzugsunfall vor über neun Jahren freigesprochen worden. Am Dienstag habe das Bezirksgericht in Tokio den Servicetechniker nach einem «detaillierten und komplexen Strafverfahren mit umfangreichen technischen Analysen» vollumfänglich freigesprochen, teilt das Unternehmen mit. Man bedauere zutiefst, dass dieser Unfall ein wertvolles Menschenleben gefordert hat.

Opfer war ein 16-jähriger Junge. Er wollte den Lift im 12. Stock mit einem Velo verlassen, als sich der Aufzug trotz geöffneter Türen weiter nach oben in Bewegung setzte. Das Kind wurde eingeklemmt und erlag seinen Verletzungen.

Einbruch des Geschäfts in Japan

Schindler stand danach in der japanischen Öffentlichkeit während Jahren in der Kritik und erlitt einen Einbruch des Geschäfts – auch, weil sich das Unternehmen nicht sofort entschuldigte. Inzwischen hat das Management sein Bedauern mehrfach ausgedrückt. Konstruktionsfehler konnten Schindler nicht nachgewiesen werden.

(awp/me/ise)

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