Der SIX Swiss Exchange in Zürich hat erst um 12 Uhr eröffnet, da die Börse mit Informatik-Problemen kämpfte. Mit dreistündiger Verspätung startete der Handel mit Aktien und ETFs. Danach war ein Start für Derivate um 12:15 Uhr vorgesehen und 12:30 Uhr begann der Handel für internationale Bonds.

Um welche Probleme es sich genau handelte, ist unklar. Bei einer kleinen Anzahl Teilnehmer seien gemäss einem SIX-Sprecher Probleme aufgetreten. «Aus Gründen der Chancengleichheit haben wir uns daraufhin entschieden, den Handelsstart zu verschieben», sagte der Sprecher auf Anfrage von «Handelszeitung Online».

Wie viele Börsenteilnehmer betroffen waren, sei weiterhin nicht klar. «Unsere Techniker klären das mit Hochdruck ab.» Es gäbe keine Hinweise auf einen Hackerangriff, so der Sprecher weiter. «Mittlerweile läuft der Handel einwandfrei.»

Für die Kunden sei der Ausfall nicht problematisch gewesen, hiess es aus Bankenkreisen. Denn alle Aufträge seien normal und in der korrekten Reihenfolge ausgeführt worden - nur eben mit rund drei Stunden Verspätung. Unter den Händlern sei der Vormittag daher ruhig gewesen, Aufregung habe es kaum gegeben.

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Nach dem Start gewann der SMI bis um 12:20 Uhr schliesslich 0,34 Prozent auf 6038 Punkte. Nach Gerüchten um eine mögliche Herabstufung der französischen Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's fiel der Schweizer Leitindex am Nachmittag dann jedoch deutlich und notierte um kurz vor 17:30 Uhr rund 0,4 Prozent im Minus bei 5991 Punkten.

(chb/tno/vst/awp)