Zwischen dem 12. und 17. August 2014 findet in Zürich die nächste Leichtathletik-Europameisterschaft statt. 1400 Sportler aus 50 Ländern kämpfen in 47 Disziplinen um Medaillen. Die Veranstalter erwarten rund 250'000 Besucher vor Ort und 370 Millionen weltweit live an den Fernsehgeräten.

So weit die bisher bekannten Zahlen des Grossevents. Dem Wirtschaftsmagazin «Eco» des Schweizer Fernsehens SRF liegen nun detailliere Daten zum 35-Millionen-Franken-Budget vor: Ticketverkauf 16 Millionen, Sponsoren 6 Millionen, Fernsehrechte und Zuschüsse des europäischen Leichtathletikverbands weitere je weitere 3 Millionen Franken. «Schliesslich stellen Bund, Kanton und Stadt Zürich eine Defizitgarantie von 10 Millionen», so der Bericht – damit seien Einnahmemöglichkeiten ausgereizt.

Kostenersparnis und zusätzliche Einnahmequelle

Ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg sind die freiwilligen Helfer aus 19 Ländern, die insgesamt 20'000 Tage im Einsatz stehen werden. «Sie erhalten Kleidung, Verpflegung und Transport – aber keinen Lohn», heisst es. «Ohne sie würde es diese Veranstaltung nicht geben», wird Patrick Magyar, Geschäftsführer der EM 2014, zitiert. «Man kann die Arbeit, die sie leisten, und das Engagement, das sie zeigen, nicht finanziell ersetzen.»

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Fakt ist: Dank der Gratisarbeit der Freiwilligen reduzierten sich laut Bericht die Kosten der EM um rund 4 Millionen Franken. Auch die Tourismusbranche freut sich auf zusätzliche Einnahmen: Gerechnet wird mit 100'000 zusätzlichen Übernachtungen, was laut Zürich-Tourismus-Präsident Elmar Ledergerber einem Umsatz von rund 50 Millionen Franken entspräche.

Im Gegenzug würden die Hoteliers laut «Eco» den Veranstaltern der Europameisterschaft Zimmer zu einem vorteilhaften Preis zur Verfügung.

(vst/aho)