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Stimmrechte
Friedensrichter kann Sika-Streit nicht lösen

Sika: Ein Gericht muss nun entscheiden. Keystone

Ein Treffen vor dem Friedensrichter hat die Konzernführung und die Erbenfamilie bei Sika nicht vorangebracht. Nun muss sich das Kantonsgericht Zug auf eine Klage einstellen.

Veröffentlicht am 12.05.2015

In der Auseinandersetzung um die Kontrolle des Baustoffkonzerns Sika haben sich Vertreter der Schenker-Winkler Holding (SWH) und der Sika am Morgen vor dem Friedensrichter in Baar getroffen. Die Verhandlung habe «erwartungsgemäss keine Einigung in der Frage der Stimmrechtsbeschränkung der SWH» gebracht, teilte die SWH am Nachmittag mit.

Der SWH, in welche die Erbenfamilie Burkard ihre Sika-Anteile eingebracht hat, steht laut der Mitteilung nun der Weg ans Kantonsgericht Zug offen, wo sie in den nächsten Tagen Klage einreichen werde. Die SWH kontrolliert mit einem Kapitalanteil von rund 16 Prozent eine Mehrheit von 52 Prozent der Stimmrechte.

Familie will verkaufen

An der Generalversammlung der Aktionäre vom 14. April 2015 sei die SWH bei Zu-und Abwahlen in den Verwaltungsrat lediglich mit rund 2,6 Prozent der Aktienstimmen zugelassen worden, heisst es in der SWH-Mitteilung weiter.

Die Familie Burkard will die SWH und damit die Stimmenmehrheit an die französische Saint-Gobain-Gruppe verkaufen.

(awp/tno)

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