Die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG haben im vergangenen Winter ihr zweitbestes Saisonergebnis erzielt. Der Gewinn lag mit 4,6 Millionen Franken rund 32 Prozent über jenem der Vorjahresperiode. Der Betriebsertrag stieg um 2,3 auf 30 Millionen Franken.

Der Umsatz der Bahnen stieg in der Periode vom 1. November 2012 bis zum 30. April 2013 um 8,2 Prozent auf 19,5 Millionen  Franken. Auch die Restaurants am Berg erwirtschafteten ein Plus von 8,6 Prozent, nämlich total 7,4 Millionen Franken, wie es im Halbjahresbericht der Titlis-Bahnen heisst.

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Zur Steigerung beigetragen hätten die kürzere Revisionszeit im November sowie der frühe Winteranfang mit guten Schneeverhältnissen. Das Gruppengeschäft sei mit 11 Prozent mehr Gästen weiterhin auf Erfolgskurs und gewinne auch in den Winterhalbjahren an Bedeutung, heisst es in einer Mitteilung.

Übernachtungen weniger gut

Weniger gut lief es bei den Beherbergungen. Der Ertrag ging um 57'000 Franken auf 1,4 Millionen Franken zurück. Der Rückgang betrifft das Hotel Terrace und ist gemäss den Bergbahnen vor allem auf die anhaltende Euroschwäche zurückzuführen.

Der operative Gewinn (Ebitda) lag bei 9,5 Millionen Franken. Das sind 13,9 Prozent mehr als in der gleichen Periode des Vorjahres. Beim operativen Ergebnis (Ebit) von 5,7 Millionen Franken. lag die Ebit-Marge bei 19 Prozent.

Nach Plan verlaufen würden die Wohnungsverkäufe des Titlis Resorts. In der ersten Etappe seien bereits 75 Prozent aller Wohnungen verkauft worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Titlis-Bahnen bauen im Zentrum des Ferienortes Engelberg bis 2015 in drei Bauetappen ein Feriendorf mit 136 Wohnungen in insgesamt 9 Häusern.

Fürs laufende Jahr rechnen die Titlis-Bahnen unter anderem auf Grund von Rückmeldungen ihrer Auslandverkäufer mit einem guten Ergebnis. Der Start in die Sommersaison 2013 sei sehr zufriedenstellend. Schneefall und sehr kalte Temperaturen im Mai und Juni hätten für gute Verhältnisse im Gletscherpark gesorgt.

Asiaten kommen weiter zahlreich

Der Zustrom von Gruppengästen insbesondere aus dem asiatischen Raum werde sich auf hohem Niveau stabilisieren. Der Preisdruck auf dem Gesamtmark Schweiz erhöhe sich, da immer mehr neue Anbieter auf die Märkte drängten, heisst es in der Mitteilung weiter.

Pendent ist gemäss Peter Reinle, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Titlis-Bahnen, noch immer, ob das Unternehmen wegen Staatshilfen für den Ausbau des Konkurrenz-Tourismusgebiets in Andermatt an die Wettbewerbskommission (Weko) gelangen will.

Der Ausbau der Skigebiete Andermatt UR und Sedrun GR zur Skiarena Andermatt-Gemsstock-Oberalp-Sedrun (Sagos) wird vom Bund und den Standortkantonen mit 48 Millionen Franken unterstützt.

Man habe den möglichen Gang zur Weko angekündigt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen, sagte Reinle am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Vor dem Schritt müssten die Bergbahnen jedoch erst die Vor- und Nachteile abwägen.

(tke/aho/sda)