Der Schweizer Anwalt François Carrard ist zum Vorsitzenden der Reform-Task-Force des Weltfussballverbands Fifa ernannt worden, wie der in Zürich beheimatete Verein in einer Mitteilung schreibt.

Carrard hatte zwölf Jahre für das Internationale Olympische Komitee gearbeitet (IOC) – darunter auch während der Aufarbeitung des Bestechungsskandals um die Olympia-Vergabe an Salt Lake City (2002).

Absprache mit Konföderationen

«Mit Blick auf die Zukunft des globalen Fussballs müssen die Integrität und das Ansehen seines Dachverbandes unbedingt wiederhergestellt werden», sagt Carrard gemäss Mitteilung. Als unabhängiger Vorsitzender sei er «fest entschlossen», das erforderliche Paket an glaubwürdigen Reformen vorzulegen.

Carrard wurde in Absprache mit den sechs Fussballkonföderationen ernannt, die ihrerseits mit je zwei Mitgliedern in der FIFA-Reformkommission vertreten sind. Gesamthaft besteht die Task-Force aus 15 Mitgliedern. Zwei Mitglieder werden von Fifa-Geschäftspartnern ernannt. Diese werden erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt. Die Kommission wird ergänzt mit einem Beratergremium, in das nur Externe Einsitz haben sollen, wie Carrard sagte.

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Zufriedener Blatter

Fifa-Präsident Sepp Blatter freut sich über die Nominierung: Carrard sei der Richtige, um den Reformprozess voranzutreiben. Blatter zeigt sich überzeugt, dass Carrard der Fifa helfen könne, ihre Strukturen «glaubwürdig und sinnvoll» zu stärken.

Die Kommission will in den kommenden sechs Monaten ein Reformpaket ausarbeiten, das am 26. Februar 2016 in Zürich dem ausserordentlichen Wahlkongress zur Abstimmung vorgelegt werden soll. Auf dieses Datum hatte Blatter Anfang Juni auch seinen Rücktritt angekündigt.

(ise)