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Fünf Haftbefehle nach Razzia bei Deutscher Bank

Besuch von der Justiz: Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. (Bild: Keystone)

Rund 500 Beamte von Bundeskriminalamt, Steuerfahndung und Bundespolizei haben die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt durchsucht. Gegen 25 Angestellte wird ermittelt – gegen fünf wurde Haftbefehl

Veröffentlicht am 12.12.2012

Gegen fünf Mitarbeiter der Deutschen Bank ist Haftbefehl erlassen worden. Die hessische Generalstaatsanwaltschaft verdächtigt sie der Geldwäsche und der versuchten Strafvereitelung.

Rund 500 Beamte von Bundeskriminalamt, Steuerfahndung und Bundespolizei durchsuchten am Morgen Geschäftsräume der Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt und zahlreiche weitere Wohnungen und Geschäftsräume, unter anderem in Berlin und Düsseldorf.

Bei den Ermittlungen geht es um Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Emissionsrechten, weshalb die Deutsche Bank bereits im Frühjahr 2010 durchsucht worden war.

Gegen insgesamt 25 Mitarbeiter der Bank werde wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung, Geldwäsche und versuchten Strafvereitelung ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Verdacht: Beweismittel vorenthalten

Es bestehe der Verdacht, dass den Ermittlungsbehörden von Mitarbeitern der Bank Beweismittel vorenthalten wurden. Die Deutsche Bank versicherte, sie werde weiter umfassend mit den Behörden kooperieren.

Im Dezember 2011 hatte das Landgericht Frankfurt sechs Männer zu Haftstrafen verurteilt. Sie hatten weitgehend gestanden, über einen Handel mit Luftverschmutzungsrechten über europäische Grenzen hinweg mindestens 230 Millionen Euro Umsatzsteuer hinterzogen zu haben.

Da die Geschäfte über die Deutsche Bank abgewickelt wurden, musste sie sich in dem Prozess vorhalten lassen, den grenzüberschreitenden CO2-Zertifikatehandel erst so richtig in Schwung gebracht zu haben.

(vst/aho/awp)

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