Mit den Common-Rail-Systemen CRSN3.3 und CRSN4.2 bietet Bosch für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge Einspritztechnik an, die treibstoffsparende, umweltfreundliche und leise Dieselmotoren mit hoher spezifischer Leistung ermöglicht. Hohe Einspritzdrücke bei nutzfahrzeugtypischen niedrigen Drehzahlen, Mehrfacheinspritzung und die variable Einspritzverlaufsformung bilden die Voraussetzung für die weitere Verbrauchs- und Emissionsreduktion im Nutzfahrzeug. In Kombination mit der elektronischen Dieselregelung (EDC) und der Denoxtronic zur Abgasnachbehandlung hat Bosch für Nutzfahrzeuge Lösungen im Portfolio, mit denen auch zukünftige Abgasrichtlinien wie die für das Jahr 2010 geplante Euro 6-Norm oder US 2010 erfüllt werden können.

Injektor reduziert Verbrauch

Die Drucksteigerung beim Common-Rail-System CRSN3.3 auf bis zu 2000 bar für Anwendungen in mittelschweren und 2200 bar in schweren Nutzfahrzeugen ermöglicht – im Vergleich zu bisherigen Systemen – eine effizientere und damit eine verbrauchs- und emissionsärmere Verbrennung bei gleichzeitig hoher Leistungsausbeute. Eine Drucksteigerung auf 2500 bar mit Serienstart ab dem Jahr 2012 ermöglicht zudem die Unterschreitung künftiger Emissionsgrenzen. Zudem lassen sich mit den pro Zyklus bis zu acht Einspritzungen des Injektors Verbrennung und Laufverhalten des Motors verbessern. Der neue, rücklaufarme Injektor ermöglicht ausserdem zusätzliche Treibstoffeinsparungen. Er minimiert mit einem kleinen, in den Injektor integrierten Druckreservoir die Rücklaufmenge in den Niederdruckkreislauf. Durch den reduzierten Rücklauf verringert sich die Fördermenge der Hochdruckpumpe und damit deren Antriebsleistung, was den Wirkungsgrad des Einspritzsystems steigert. Da die Injektoraussengeometrie in ihren Einbaumassen identisch mit jenen der vorangegangenen Generation ist, können Motorenhersteller mit wenig Änderungsaufwand ihre aktuellen Aggregate auf das neue System umstellen.

Zusätzliche Druckübersetzung

Im Common-Rail-System CRSN 4.2 für schwere Nutzfahrzeuge bietet Bosch eine neu entwickelte, zweistufige Druckerzeugung an. Dabei wird der Treibstoff nicht in der Hochdruckpumpe, sondern erst im Injektor auf den maximalen Einspritzdruck von derzeit 2100 bar verdichtet. Der Injektor ist hierfür mit einem hydraulischen Druckübersetzer sowie mit zwei Magnetventilen ausgestattet. Letztere eröffnen die Möglichkeit, den Einspritzverlauf flexibel zu gestalten und innerhalb eines Arbeitstaktes Treibstoff variabel in Menge und Zeit in die Brennräume einzuspritzen. Durch die elektronisch variierte Einspritzrate werden die Emissionen gering gehalten.

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