Der Pharmakonzern Novartis hat sich mit den beiden US-Krankenversicherungen Aetna und Cigna auf neue Preismodelle für das Herzmittel Entresto geeinigt. Bei diesen Modellen sei die Vergütung für den Pharmakonzern an den Behandlungserfolg gekoppelt, bestätigt Novartis am Dienstag einen entsprechenden Bericht von Reuters.

So werde Novartis den Preis für Entresto senken, sollte der Krankenhausaufenthalt von Patienten einen vordefinierten Schwellenwert überschreiten, heisst es in dem Statement des Konzerns weiter. So sei eines der Merkmale von Entresto, dass es den Krankenhausaufenthalt reduzieren und auch die Todesrate senken soll.

Preis-Modell der Zukunft

Ziel dieser neuen Preismodelle sei es, Patienten einerseits einen vielversprechenden Zugang zu neuen Medikamenten zu ermöglichen und dabei gleichzeitig ihre wirklich innovative Kraft unter Beweis zu stellen.

Anlässlich der Jahresmedienkonferenz von Novartis Ende Januar hatten sowohl CEO Joseph Jimenez als auch der Pharma-Chef David Epstein erklärt, dass derlei Vereinbarungen mit Krankenkassen in Zukunft immer wieder getroffen werden dürften.

«Kein Erfolg – keine Bezahlung»

Ähnliches sagte CEO Joe Jimenez auch schon im Dezember im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Die ganze Branche sei auf dem Weg zu einem «erfolgsorientierten Preisgestaltungsmodell», hiess es seinerzeit.

Ganz konkret bedeutet das: Es wird nicht mehr die Behandlung an und für sich honoriert, sondern der Erfolg der Behandlung. «Kein Erfolg – keine Bezahlung», so Jimenez.

(awp/ise/ama)