Die Schweizer Einkaufszentren kämpfen zu einem guten Teil mit sinkenden Umsätzen. Mehr als 40 Prozent aller Center in der Schweiz haben gemäss dem GfK Shopping-Center-Jahrbuch 2014 mehr als 1 Prozent an Umsatz eingebüsst, teilt das Zürcher Beratungsunternehmen Stoffelzurich am Montag mit. Bis anhin seien vorwiegend der stark zunehmende Online-Handel, die Auslandseinkäufe und der Preisverfall in gewissen Branchen dafür verantwortlich gemacht worden.

Es seien aber weitaus mehr Faktoren, welche die hiesigen Center vor grosse Probleme stellen. Vielen Centern fehle die Kundenorientierung, sie seien zu effizienzgetrieben, würden sich zu wenig voneinander differenzieren und hätten oftmals einen langweiligen Mietermix. Es bestehe ein «grosser Shopping-Center-Einheitsbrei», so der Befund. Den Centern fehle oftmals eine klare Positionierung und ein entsprechendes Profil.

Westside und Sihlcity schneiden am besten ab

Im aktuellen Shopping-Center-Marktreport 2015 schneiden gemäss stoffelzurich das Westside-Center in Bern-Brünnen und das Sihlcity in Zürich am besten ab. Diese beiden Center der Kategorie Urban Entertainment Center (UEC) böten den Kunden in der Marktleistung wesentlich mehr als die übrigen traditionellen Center.

Leerstand und weniger Umsatz

Mitte Oktober berichtete die «Handelszeitung» in ihrer Printausgabe, viele Shopping-Center in der Schweiz klagten über Leerstand und weniger Umsatz – auch, weil viele Kunden lieber im nahe gelegenen Ausland einkauften. Trotzdem entstehen in der Schweiz immer neue Center.

(awp/moh/gku)

Die grössten Einkaufszentren und ihre Umsätze

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Die grössten Schweizer Einkaufszentren und ihre Umsätze:Rang 10: Westside Bern Das Westside Bern hat 2016 einen Umsatz von 214 Millionen erwirtschaftet, das ist genau so viel wie auch im Jahr zuvor schon. Gegenüber 2010 ist das ein Plus von knapp 8,9 Prozent.

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