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Umbau
Für Volkswagen sind Roboter die Zukunft

VW-Werk in Zwickau: Künftig noch mehr Automatisierung beim Autobauer.   Keystone

Der deutsche VW-Konzern startet eine umfassende Roboteroffensive in der Produktion. Beim anschliessenden Abbau von Arbeitsplätzen soll es aber zu keinen Entlassungen kommen, sagt Volkswagen.

Veröffentlicht am 01.02.2015

Der deutsche Autobauer Volkswagen will seine Produktion umfassend automatisieren und digitalisieren. Zu diesem Zweck hat der Konzern eine Roboteroffensive gestartet, wie die Zeitung « Welt am Sonntag» berichtet.

VW plant nach Informationen der Zeitung im grossen Umfang in der Produktion Menschen durch Roboter zu ersetzen. Vor allem körperlich anstrengende Arbeiten sollen künftig von intelligenten Maschinen erledigt werden, sagte Personalvorstand Horst Neumann.

Fertigungskosten senken

Mithilfe von Robotern liessen sich einerseits Fertigungskosten senken und anderseits nicht ergonomische Arbeit abschaffen sowie qualifizierte Arbeit verstärken. Ein Team aus verschiedenen Bereichen des Konzerns erarbeite seit vergangenen Dezember einen Fahrplan für die Automatisierung.

Während die Arbeitskosten pro Stunde in der deutschen Automobilindustrie bei mehr als 40 Euro lägen, kommt der Einsatz von Fertigungsautomaten im VW-Konzern auf drei bis sechs Euro zu stehen. Um seinen Arbeitsplatz bei VW müsse sich trotzdem niemand fürchten. «Der Glücksfall, dass die Babyboomer in Rente gehen, erlaubt es uns, ergonomisch ungünstige Arbeitsplätze abzubauen und zu automatisieren, ohne Mitarbeiter zu entlassen», sagte Neumann.

Gesundheitliche Belastung reduzieren

Bei den Arbeitnehmervertretern stossen die Pläne auf offene Ohren, zumal gesundheitlich belastende Tätigkeiten auf deutlich flexiblere Roboter verlagert werden könnten, sagt ein Sprecher des Betriebsrates der Zeitung.

Eine Roboter-Revolution hatte erst vergangene Woche die japanische Regierung angekündigt. Ein neuer Regierungsausschuss verabschiedete einen entsprechenden Fünf-Jahres-Plan. Ziel ist es, den Markt für Industrieroboter bis 2020 auf 1,2 Billionen Yen (8,7 Mrd. Fr.) zu verdoppeln.

(sda/gku)

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