Ein Unternehmen steht und fällt mit seiner Fähigkeit zur Kommunikation. Doch wer garantiert, dass diese auch ankommt? Dass die Frage nicht rhetorisch ist und also durchaus eine Antwort zulässt, wurde den Gästen an der Schweizerischen Fachtagung Communications Controlling 2010 in Zürich einsichtig, die sich dem Thema «Mehr Wirkung in der Kommunikation» verschrieben hatte.

 

In der Hochschule für Wirtschaft Zürich referierten drei Experten: Lothar Rolke, Professor an der Fachhochschule Mainz, Alex Aiken, Director of Communication & Strategy, Westminster City Council, und Patrik Zwahlen, Geschäftsleiter der BildKom. Allen Rednern gemein war der Anspruch, die komplexe Theorie über die Wirkungskontrolle in der Unternehmenskommunikation möglichst effizient in der Praxis des betriebswirtschaftlichen Controlling umzusetzen. Dabei förderten sie nicht nur Defizite in der Kommunikationspraxis zutage - etwa, dass in der Schweiz von fünf Mrd Fr. Werbeaufwand nur 20% die gewünschte Wirkung erzielen -, sondern stellten auch Instrumente vor, mit denen Fehlinvestitionen in der Kommunikation vermieden werden können. Im Rahmen von Workshops konnten die Gäste gemeinsam mit weiteren Experten die Effektivität von Werbung erproben. Der Austausch von Ideen kam allen zugute, denn «die Befangenheitsproblematik in der Kommunikation», so Zwahlen, kann immer nur durch Externe gelöst werden.